Arbeitsgruppe Biofestbrennstoffe

Arbeitsgruppenleiter: Christian Hohm, Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz Brandenburg

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die nachhaltige Nutzung von Biofestbrennstoffen in Brandenburg weiter auszubauen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Effizienzerhöhung bestehender Anlagen, der weiteren Unterstützung innovativer Technologien sowie der nachhaltigen Biomassebereitstellung. In der Arbeitsgruppe findet ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen Entwicklern, Anlagenbauern und Anwendern statt. Regelmäßig greift die Arbeitsgruppe aktuelle Themen auf, wie zum Beispiel die Nutzung von Stroh und Getreide sowie anderer alternativer Biofestbrennstoffe oder die Novellierung einschlägiger Gesetze wie der Bundesimmissionsschutzverordnung u.a.

Im Rahmen der Arbeitsgruppe werden Informations- und Fachbroschüren veröffentlicht und Fachveranstaltungen durchgeführt. Außerdem ist die ETI Partner im Forschungs-Verbundprojekt „DENDROM-Zukunftsrohstoff Dendromasse“.

Im Rahmen der Arbeitsgruppe wurde die Nutzung von Biofestbrennstoffen in der Vergangenheit stark befördert. Innovative Projekte sowohl im Technologie-Bereich als auch bei der Biomasseerzeugung und Logistik wurden umgesetzt. Die Arbeitsgruppe fördert den Ausbau der energetischen Biomasse-Nutzung durch Fachseminare, Besichtigungen und Mediation zwischen Behörden und Investoren.

Mit derzeit 20 größeren Biomassekraftwerken >1 MW und zahlreichen kleineren Anlagen wird landesweit Strom und Wärme auf Basis von nachwachsenden Biofestbrennstoffen produziert. Die Arbeitsgruppe hat die Bedeutung der Rohstoffabsicherung als Standortfaktor für Investitionen in Energie-Projekte erkannt und begleitet die Nutzung vorhandener Biomasse-Reserven fachlich mit dem Ziel, neue Reserven zu erschließen. Die ETI begleitet zahlreiche Projekte, z.B. Projekte zur Wirtschaftlichkeit der Ernte von Waldfrischholz mittels modernster Harvesting-Technik, den Aufbau innovativer Vertriebswege durch Waldholz-Contracting oder zur Untersuchung des Potenzials und der Wirtschaftlichkeit des Anbaus von Schnellwuchsplantagen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Die Arbeitsgruppe dient als Anlaufpunkt für Investoren in moderne Biomasse-Energiesysteme in Brandenburg

Die ETI versteht die Grenzregion mit Polen als eine gemeinsame Biomasse-Region mit erheblichem Rohstoff-Potenzial. Auf Initiative der ETI wird ein Dialog mit Vertretern der Land- und Forstwirtschaft der Wojewodschaft Lubuskie gepflegt, polnische Unternehmen nehmen mittlerweile regelmäßig an ETI-Aktivitäten teil.

Die ETI betreibt aktiven Know-How-Transfer und internationalen Experten-Austausch zwischen Brandenburg und Skandinavien, dem Baltikum, Osteuropa sowie Österreich mit Studienreisen, Kooperationsbörsen und im Rahmen von EU-Projekten.

Arbeitsgruppensitzungen seit 2007

Kurzumtriebsplantagen - Untersuchungen an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) untersucht intensiv die Möglichkeiten des KUP-Anbaus in Brandenburg. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes DENDROM (www.dendrom.de) werden im Laufe des Jahres 2012 veröffentlicht.

In diesem Jahr besteht zudem die Möglichkeit für Interessenten, sich die Ernten anzusehen. DIE HNEE hat dafür Kontakte zu KUP-Bauern in Brandenburg aufgenommen. Wer die Erntemaschinen im Einsatz sehen möchte, kann sich per Mail melden unter:

dieter.murach@hnee.de

Betreff: KUP-Ernte in Brandenburg

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