Arbeitsgruppensitzung am 05.11.2013 in Strausberg

Die Veranstaltung "Brennholz aus heimischen Wäldern - Heizen mit regionalen Brennstoffen aus Ostbrandenburg" wurde in Kooperation mit dem Energiebüro MOL und der Energieregion Lausitz am 05.11. im Strausberger Technologie und Innovationscentrum STIC ausgerichtet. Etwa 50 Teilnehmer erschienen zum Veranstaltungstermin, um sich im Rahmen von Fachvorträgen und Exkursionen zum Thema Energieholz aus dem Kleinprivatwald zu informieren. Im Zentrum der Diskussion stand die regionale Wertschöpfungskette Energieholz.

Dr. Gernod Bilke (Landesbetrieb Forst Brandenburg) erläuterte in seinem Vortrag die ökologische und ökonomische Bedeutung eines reich strukturierten Waldes insbesondere für die Besitzer von Kleinprivatwald.

Lothar Krüger (E.I.C.H.E. e.V.) zeigte im Rahmen seiner Präsentation wie die Ernte von Brennholz aus den Beständen bei der Pflege von Wert- oder Industrieholz erfolgt.

Die Organisationsform der Forstbetriebsgemeinschaft stand im Mittelpunkt des Vortrages von Alexander Niemz (Wald-Wild-Wirtschaft Niemz & Partner). Neben der Historie und aktuellen Aktivitäten in der Lausitz stellte er auch Zukunftsperspektiven mir erweiterten Inhalten zur Diskussion.

Johannes Wenske (Revierförsterei Prötzel) griff dies Inhalte auf und veranschaulichte die praktische Arbeit der Forstbetriebsgemeinschaften in Brandenburg.

Zum Abschluß gab Martin Merk (Netzwerk BIOFestbrennstoff MOL) einen Überblick zu den verschiedenen Holzheizungssystemen, die aktuell am Markt verfügbar sind.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause konnten die Teilnehmer an einer Exkursion der Oberförsterei Strausberg teilnehmen, die zunächst die Waldernte  in der Nähe von Waldsieversdorf zum Ziel hatte und anschließend eine Holzheiungsanlage im Betrieb vorstellte.

Programm

Die Vorträge zum Download

Bestandspflege: strukturierte Wälder entwickeln
Dr. Gernod Bilke, Landesbetrieb Forst Brandenburg

Brennholzsortimente ernten: Verarbeitung und Qualität
Lothar Krüger, Eberswalder Informationscentrum Holz-Energie E.I.C.H.E. e.V.

Zukunftsmodell: Forstbetriebsgemeinschaft - nur ein Holzweg? Praktische Ansätze aus der Lausitz
Alexander Niemz, Wald-Wild-Wirtschaft Niemz & Partner

Praktische Arbeit von Forstbetriebsgemeinschaften in Brandenburg
Johannes Wenske, Försterei Prötzel

Effiziente Holzheiztechnik: Welche Anlage für wen?
Martin Merk, Netzwerk BIOFestbrennstoff MOL

Energieholztag 2013 in Bloischdorf

Energieholztag 2012 in Bloischdorf

Arbeitsgruppensitzung am 04.04.2012 in Potsdam

„Bioenergieleitfaden Agrarholz und mehrjährige Kulturen"

 

Mittwoch 04.04.2012, 10:00 Uhr

IHK Potsdam, Breite Straße 2 a – c, Raum 2.39-2.40

 

Das Land Brandenburg verfügt bundesweit über die größte Anbaufläche von Agrarholz zur Bioenergienutzung. Die Biomassestrategie sieht in den Kurzumtriebsplantagen eine der wichtigsten Substitutionsressourcen für die rückläufigen Erträge aus Waldholz. Einige Landwirte bauen Agrarholz bereits seit einigen Jahren an und verfügen über umfangreiche Erfahrungen zu Etablierung, Pflege, Ernte und Vermarktung von Energieagrarholz. Weiterhin sind Kurzumtriebsplantagen auch Gegenstand großer und international beachteteter Forschungsprojekte in Brandenburg.

Das Holz vom Acker bietet eine Reihe ökologischer und ökonomischer Vorteile und ist daher gesellschaftlich anerkannt und gehört damit zu den wenigen Bioenergiequellen mit guter Reputation.

Dennoch haben sich KUP noch nicht als fester Bestandteil der Agrarwirtschaft in Brandenburg etablieren können. Die vielfältigen vorliegenden Erfahrungen sind gegenwärtig überwiegend in einer kleinen Gruppe von Experten bekannt. Das Gros der Landwirte ist mit der KUP-Praxis nicht vertraut.

ETI will an dieser Stelle ansetzen und das Konzept des erfolgreichen „Leitfaden Biogas“ nun auf KUP und andere mehrjährige Kulturen ausdehnen.

Inhalt, Umfang und Aufbau eines solchen Leitfadens sollen erörtert und ein Arbeitsplan zur Umsetzung entworfen werden.


Die ETI wird finanziert aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam.