ETI hat in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren aus Wirtschaft, Forschung und Verwaltung einen Leitfaden für Produzenten und Nutzer von Energieholz aus Kurzumtriebsplantagen (KUP) erstellt. KUP-Holz wird aus schnellwachsenden Baumarten (z.B. Weide und Pappel), die auf Agrarflächen oder alternativen Standorten (Stromtrassen) angebaut werden, produziert. Die Ernte erfolgt im Turnus von 3 bis 20 Jahren. Dabei entfalten KUP gegenüber annuellen Kulturen ökologische und ökonomische Vorteile, da häufig nur im Etablierungsjahr Pflanzenschutzmaßnahmen erforderlich sind.

KUP-Holz kann energetisch in den Sortimenten Stückholz, Hackschnitzel und Pellets verwendet werden. Eine stoffliche Nutzung ist u.a. bei der Herstellung von Holzwerkstoffen möglich.

Nutzung von Biofestbrennstoffen in Brandenburg

Biomasseheizkraftwerk Hennigsdorf

In Brandenburg gibt es derzeit 20 Biomasseheizkraftwerke mit einer installierten Leistung von 160 MWel und 700 MWth mit einem Brennstoffbedarf von 1,3 Mio. t atro/a sowie 22 Biomasseheizwerke mit einer Leistung von jeweils mehr als 1 MWth. Sie verbrauchen ca. 200.000 t atro/a. In den brandenburgischen Biomasseheizkraftwerken werden hauptsächlich Altholz und Restholz aus der holzverarbeitenden Industrie verbrannt, z.T. aber auch Waldholz.

Bereits 2006 wurde in einer Studie zur Holzverfügbarkeit in Brandenburg festgestellt, dass die in den Wäldern nachwachsenden Holzmengen nicht ausreichen, um langfristig den Bedarf von holzverarbeitender Industrie und der energetischen Holznutzung zu decken. Daher werden die Möglichkeiten der Mobilisierung bisher ungenutzter Holzreserven in den Wäldern derzeit intensiv untersucht.

Zu den Möglichkeiten des Importes von Holzhackschnitzeln für die energetische Nutzung aus dem Baltikum wurde im Rahmen der ETI ebenfalls 2006 eine Studie angefertigt. Sie kam zum Ergebnis, dass der Import von Hackschnitzeln sowohl ökonomisch als auch energetisch keine tragfähige Option darstellt.

Im Rahmen der Arbeit der ETI-Arbeitsgruppe Biofestbrennstoffe wurden und werden zahlreiche Firmenkooperationen initiiert, der Know-How-Transfer sowohl innerhalb Berlin-Brandenburgs als auch zwischen Brandenburg und Skandinavien, dem Baltikum, Osteuropa sowie Österreichs gefördert. Die ETI hat Bundes- und EU-Projekte speziell zu Fragen des Aufkommens von Biomasse initiiert, akquiriert und koordiniert bzw. als assoziierter Partner begleitet.

Die Arbeitsgruppe hat des Weiteren ein Verzeichnis über Bezugsquellen für Biofestbrennstoffe im Land Brandenburg und Umgebung erstellt, das jährlich aktualisiert wird (derzeitiger Stand: September 2009).

Weitere Möglichkeiten für die energetische Nutzung von Biofestbrennstoffen sind:

  • Herstellung von Mischpellets aus verschiedenen biogenen Stoffen
  • Energetische Strohnutzung

Karte der Biomasseheizkraftwerke und Biomasseheizwerke in Brandenburg

 

 

ETI hat in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren aus Wirtschaft, Forschung und Verwaltung einen Leitfaden für Produzenten und Nutzer von Energieholz aus Kurzumtriebsplantagen (KUP) erstellt. KUP-Holz wird aus schnellwachsenden Baumarten (z.B. Weide und Pappel), die auf Agrarflächen oder alternativen Standorten (Stromtrassen) angebaut werden, produziert. Die Ernte erfolgt im Turnus von 3 bis 20 Jahren. Dabei entfalten KUP gegenüber annuellen Kulturen ökologische und ökonomische Vorteile, da häufig nur im Etablierungsjahr Pflanzenschutzmaßnahmen erforderlich sind.

KUP-Holz kann energetisch in den Sortimenten Stückholz, Hackschnitzel und Pellets verwendet werden. Eine stoffliche Nutzung ist u.a. bei der Herstellung von Holzwerkstoffen möglich.

Die ETI wird finanziert aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam.