17. Brandenburger Energietag

Eine verlässliche Energieversorgung in Zeiten neuer Rahmenbedingungen sichern - Herausforderungen und Chancen für Brandenburg

Die Herausforderungen der Energiewende wachsen. Einerseits hat das Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG 2014) viele neue Akteure hart getroffen, andererseits verschwinden rentable Geschäftsmodelle für die etablierten Energieerzeuger aus den konventionellen Sparten. Der Netzausbau hält nach wie vor nicht mit den neuen Erfordernissen Schritt und die Anforderungen an das Energiemanagement privater und kommunaler Unternehmen wachsen.

Der Brandenburger Energietag greift unter dem Motto "Eine verlässliche Energieversorgung in Zeiten neuer Rahmenbedingungen sichern - Herausforderungen und Chancen für Brandenburg" diese Problemstellungen auf. Die Braunkohlenutzung in der Lausitz ist ein fortwährender Streitpunkt der Energiewendedebatte, weshalb Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber in seinem Eingangsreferat insbesondere auf Herausforderungen und Perspektiven für die Region eingehen wird. Hubertus Altmann, Vorstand der Vattenfall Europe Mining AG und Vattenfall Europe Generation AG greift dies in seinem Vortrag zur "Transformation der Energiewirtschaft im Zuge der Energiewende" aus Sicht der Wirtschaft auf.
In der anschließenden Podiumsdiskussion unter Moderation von Dr. Peter Ahmels (Deutsche Umwelthilfe) debattieren Minister Albrecht Gerber und Hubertus Altmann mit Annegret Agricola (dena), David Wortmann (Berlin-Brandenburg Energy Network), Lars Waldmann (Agora Energiewende), sowie Michael Wübbels (Verband kommunaler Unternehmen) und stellen sich den Fragen des Publikums.

Im darauffolgenden Pressegespräch erhalten Journalisten die Möglichkeit zum Gespräch mit Minister Albrecht Gerber.

Am Nachmittag stehen den Besuchern des 17. Brandenburger Energietages vier verschiedenen Foren offen, um die aufgeworfenen Fragen themenspezifisch im Gespräch mit Fachleuten zu vertiefen:

Forum 1: Cluster Energietechnik - Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe
Forum 2: Perspektiven für Braunkohle und Erneuerbare im Brandenburger Energiemix
Forum 3: Optimierung und Ausbau der Stromnetze in Brandenburg
Forum 4: Kommunales Energiemanagement - Best Practice

In der Begleitausstellung können sich Besucher bei über 40 Ausstellern zu allen Fragen rund um das Thema Energie informieren: von der Braunkohle über Windenergie und Biogas bis zu Energieeffizienz im Unternehmen steht hier für jeden Bereich ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Präsentationen des Energietages 2015 zum Herunterladen

Vormittag

Impulsreferat: Transformation der Energiewirtschaft im Zuge der Energiewende
Hubertus Altmann, Vattenfall Europe Mining AG, Vattenfall Europe Generation AG

Forum 1

Rahmenbedingungen für Energieeffizienztechnologien in Industrie und Gewerbe
Ulrich Meyer, ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH

Energieeffizienz - Motivation und praktische Umsetzung
Prof. Dr. Katharina Löwe, Fachhochschule Brandenburg

Energieverbrauch ausgewählter Branchen in Brandenburg
Matthias Lehrack, Fachhochschule Brandenburg

Druckluftsubstitution durch airknife-Systeme
Dr. Jörn Bruchmüller, Glatfelter Falkenhagen GmbH

Energie- und Ressourceneffizienz im Bereich Abwärmenutzung
Thomas Droll, Kooperationsnetzwerk EuReffuS

Energieeffizienz bei wärmepumpenunterstützten Trocknungsanlagen
Dr. Thomas Ziegler, Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB)

Forum 2

Technikinnovationen in Lausitzer Braunkohlekraftwerken - TBK-Stützfeuerung und magnetgelagerte Speisepumpenantriebstechnologie
Günter Heimann, Vattenfall Europe Generation AG

Zukunft der Erneuerbaren in Brandenburg, kurz-, mittel- und langfristig
Jan-Hinrich Glahr, Bundesverband WindEnergie

Multienergiekraftwerk Sperenberg
Dr. Ulrich Fischer, BTU Cottbus-Senftenberg
Guido Filipov, Enertrag AG

Technologien zur stofflichen Kohlenutzung
Dr. Christoph Mühlhaus, Sprecher Cluster Chemie/Kunststoffe

Forum 3

Mittel- und langfristige Herausforderungen für das Übertragungsnetz im Kontext der weiteren Energiewende
Dr. Matthias Müller-Mienack, GRIDLAB

Netzausbau und Netzinnovationen im Verteilnetz mit zunehmenden dezentralen Erzeugungsanlagen
Harald Bock, Bereichsleiter Netztechnik E.DIS AG

Studie Systemdienstleistungen für Netz und Systemsicherheit
Dr. Klaus Pfeiffer, BTU Cottbus-Senftenberg

Rolle der Speicher bei der Optimierung und dem Ausbau der Stromnetze
Gunnar Wrede, Leiter Energy Economics & Politics, Younicos AG

Fördermöglichkeiten des Landes Brandenburg im Bereich Netze, Systemintegration und Energiespeicher
Dr. Marion Wilde, Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg

Forum 4

Rahmenbedingungen und Herausforderungen für kommunales Energiemanagement
Michael Wübbels, Verband kommunaler Unternehmen VKU

Stadtwerke als Energieberater lokaler Unternehmen
Thomas Bethke, Stadtwerke Hennigsdorf
Klaus Schinzer, Bombardier Transportation

Kommunale Energieportale - Praxisbeispiele für moderne Energie-Informationssysteme im regionalen Umfeld
Thomas Koller, enersis suisse AG

Impressionen vom 17. Brandenburger Energietag

Alle Bilder © BTU Cottbus-Senftenberg/MMZ

16. Brandenburger Energietag 2014

Das novellierte EEG - Auswirkungen auf die Energiewende

Die Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes hat die Position der Bundesregierung zur Energiewende neu definiert: Zurückhaltung beim Ausbau der regenerativen Energieerzeugung soll die Kosten senken. Im Rahmen des Energietages gehen Politik, Wirtschaft, interessierte Bürger und Wissenschaft der Frage nach, wie sich die neuen gesetzlichen Richtlinien auf die Energiewende in Brandenburg auswirken.

Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers wird die Veranstaltung eröffnen und eine Bilanz zur Energiepolitik in Brandenburg ziehen sowie Perspektiven für die kommende Jahre aufzeigen. Iris Gleicke, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie geht mit ihrem Impulsreferat insbesondere auf das novellierte EEG ein. In der sich anschließenden Podiumsdiskussion werden Iris Gleicke, Ralf Christoffers und Vertreter von Wirtschaftsverbänden sich zum Für und Wider der Thematik austauschen.

Beim Pressegespräch im Wasserstoff- und Speicherforschungszentrum der BTU stellen sich der Wirtschaftsminister Christoffers, die Staatssekretärin Gleicke, Jan-Hinrich Glahr vom Bundesverband WindEnergie und Vertreter der BTU den Fragen der Journalisten. Die nachmittäglichen Foren thematisieren Fragen der nachhaltigen Mobilität, Energieeffizienz im Wärmemarkt, die Zukunft der Erneuerbaren Energien und aktuelle Entwicklungen bei Energiespeichern.

In der Begleitausstellung können sich Besucher bei 50 Ausstellern zu allen Fragen rund um das Thema Energie informieren: von der Braunkohle über Windenergie bis zu Energieeffizienz im Unternehmen steht hier für jeden Bereich ein Ansprechpartner zur Verfügung.

Programm Brandenburger Energietag 2014

Die Präsentationen des Enegietages 2014 zum Herunterladen

Forum 1: Nachhaltige Mobilität in der Hauptstadtregion

Beitrag von Fahrzeugbatterien in Elektrofahrzeugen als Speicher in Netzen mit hohem Anteil regenerativer Energien
Prof. Dr.-Ing. Harald Schwarz, BTU Cottbus-Senftenberg

Mobile Speicherbatterien - Möglichkeiten für ein "Kraftwerk" auf Rädern
Ralf Binnenbruck, German E-Cars R&D GmbH

Nachhaltige Mobilität mit (Bio-)Erdgasfahrzeugen
Dr. Jens Horn, EMB Energie Mark Brandenburg GmbH

Forum 2: Energieeffizienz im Brandenburger Wärmemarkt

Gartenstadt Drewitz - energetisch stark - energisch grün
Jörn-Michael Westphal, ProPotsdam GmbH
Carsten Hagenau, PROJEKTKOMMUNIKATION Hagenau GmbH

Der Altbau und die Energieeffizienz - von der Vision zur Praxis
Ulrich Zink, Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung e.V.

Dezentrale Wärmeerzeugung aus solarthermischen erneuerbaren Energien
Reinhold Weiser, AkoTec Produktionsgesellschaft mbH

Energieeffizienz durch kommunale Energiekonzepte
Prof. Dr.-Ing. Matthias Koziol, BTU Cottbus-Senftenberg

Forum 3: Erneuerbare in Brandenburg - Quo Vadis

Präsentation der Ergebnisse der Workshops Netzausbau und Windenergie
Dr. Johannes Krause, Impuls - Agentur für angewandte Utopien e.V.

Windkraft in Brandenburg im Aufwind?
Jan Hinrich Glahr, Bundesverband WindEnergie e.V.

Biogas - was geht noch im Land?
Manfred Gegner, Fachverband Biogas e.V.

Perspektiven der Solarenergie in der Hauptstadtregion
David Wortmann, Berlin-Brandenburg Energy Network e.V.

Forum 4: Energiespeicher

Batteriespeicher Feldheim - Integration Erneuerbarer in den Energiemarkt
Niklas Netzel, Energiequelle GmbH

Power to Gas - Erfahrungen an den Standorten Falkenhagen und Hamburg
René Schoof, E.ON Gas Storage GmbH

Einsatzmöglichkeiten adiabater Druckluftspeicher im Energieversorgungssystem der Zukunft
Marcus Budt, Fraunhofer UMSICHT

H2 BER-Projekt
Tristan Kretschmer, McPhy Energy Deutschland GmbH

Impressionen vom 16. Brandenburger Energietag

15. Brandenburger Energietag - 5. September 2013

Energiewende in Brandenburg - Chancen für Kommunen und regionale Wirtschaft

Der Energietag Brandenburg jährt sich nun bereits zum 15. Mal und findet wie in den Vorjahren im Audimax der BTU Cottbus statt.

Wir freuen uns, Wirtschaftsminister Ralf Christoffers sowie den Präsidenten des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW, Ewald Woste, für die einleitenden Vorträge gewinnen zu können.

Fokus: Wir alle wissen: Der Schutz unseres Klimas braucht eine Energiewende. Aber wie kann diese Energiewende auch vor Ort zu einem Erfolg werden? Wie kann die regionale Wirtschaft, wie können die Kommunen an der Energiewende partizipieren und von ihr profitieren? Wie können die Bürger vor Ort in Entscheidungen eingebunden werden und auch finanziell teilhaben? Auf diesen Fragen liegt der Fokus des diesjährigen Energietages. Vier der ingesamt fünf Fachforen werden sich dieser Thematik widmen.

Messe: Begleitend zu den Plenarvorträgen und Fachforen stellen sich im Foyer wieder ca. 40 Unternehmen der Energiebranche vor und präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen.

Ein kleines Highlight zum Mittag ist die Präsentation des Projekts „Schule mit Energie“ des Projektverbundes kobranet, an dem auch die beteiligten Schüler teilnehmen. Das Projekt unterstützt Energie- und Klimaschutzprojekte an weiterführenden Schulen in Brandenburg.

Programm Brandenburger Energietag 2013 (PDF)

Gerne begrüßen wir Sie am 5. September in Cottbus!

Die Präsentationen des Energietages 2013 zum Herunterladen

Impulsreferat

Kommunen als Träger der Energiewende in Deutschland
Ewald Woste, Thüga AG

Forum 1: Energieeffizienz, Energiespeicher und Netzoptimierung vor Ort

SMART Capital Region - Netzkonzept für die Hauptstadtregion
Prof.Dr.-Ing. Harald Schwarz, BTU Cottbus

Forschungsprojekt WESpe - Windenergiespeicherung in Brandenburg und Wasserstoffspeicherung in Kavernen
Dr. Ulrich Fischer, BTU Cottbus

Projekt Wärmespeicher Forst - Power to Heat
Wolfgang Gäbler, Stadtwerke Forst; Dr. Stefan Lechner, BTU Cottbus

Neue Herausforderungen für Verteilnetzbetreiber durch die Energiewende
Jens Zeidler, Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH

Forum 2: Regionale und kommunale Energiekonzepte in Brandenburg

Ergebnisse der Regionalen Energiekonzepte in Brandenburg
Stefan Seewald, Regionale Planungsstelle RPG Havelland-Fläming

Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzepte am Beispiel der Stadt Templin
Dr. Gabi Zink-Ehlert, seecon Ingenieure GmbH

Energieeffiziente Quartiere - Aktuelle Projekte in Brandenburg
Frank Segebade, Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg

Forum 3: Rekommunalisierung - Pro und Kontra

Herausforderungen an das Energiemarktdesign
Jarno Wittig, VKU - Verband kommunaler Unternehmen e.V.

Energiemix der Stadt Prenzlau - Stadt der Erneuerbaren Energien
Thomas Guhlke, Stadt Prenzlau

Kommunale Energieversorger als Treiber der Energiewende
Manfred Meinen, friesenenergie GmbH

Forum 4: Modelle der Bürgerbeteiligung für die Energiewende

Möglichkeiten und Grenzen regionaler Bürgerbeteiligungsmodelle
Dr. Ulrich Keunecke, KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Chancen und Risiken bei der Finanzierung von Bürgerbeteiligungsprojekten
Volker Will, Deutsche Kreditbank AG

Energiegenossenschaft - Bürgerverbund für nachhaltige Energie
Harald Lacher, NaturEnergie Fläming eG

Kommunale Wertschöpfung durch den Windpark Mühlenfließ-Schlalach
Hartmut Höpfner/Peter Hahn, AG Windkraft Schlalach

Transparente Kommunikation beim Stromnetzausbau am Beispiel Schleswig-Holstein
Nadine Bethge, Deutsche Umwelthilfe e.V.

Impressionen vom 15. Brandenburger Energietag

Alle Bilder © BTU Cottbus-Senftenberg

14. Brandenburger Energietag

Der 14. Brandenburger Energietag fand am 06.09.2012 erneut in der BTU Cottbus statt. Das Thema lautete: "Brandenburger Energiestrategie 2030 - Wege zur Systemintegration erneuerbarer Energien". 

Programm (PDF)

Die Präsentationen des Energietages 2012 zum Herunterladen

Impulsreferat: Chancen und Risiken der Energiewende

Olivier Feix, 50Hertz Transmission GmbH

 

FORUM 1 – Moderation: Prof. Dr.-Ing. Harald Schwarz, BTU Cottbus

NETZAUSBAU UNTER DEN BEDINGUNGEN VON SYSTEMINTEGRATION

UND KONVERGENZ

FORUM 2 – Moderation: Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Krautz, BTU Cottbus

VERSORGUNGSSICHERHEIT UND BEZAHLBARE ENERGIEPREISE

 

FORUM 3 – Moderation: Dr. Dietmar Laß, Cluster Energietechnik Berlin-Brandenburg

DEZENTRALE LÖSUNGEN IM STRUKTURWANDEL DER ENERGIEVERSORGUNG

FORUM 4 – Moderation: Dr. Peter Ahmels, DUH/Forum Netzintegration Erneuerbare Energien

KOMMUNIKATION, TRANSPARENZ, BÜRGERBETEILIGUNG UND AKZEPTANZ

 

FORUM 5 – Moderation: Prof. Dr.-Ing Günter Pfeiffer, BTU Cottbus

AUSLEGUNGSBERECHNUNGEN FÜR ELEKTROENERGIEVERSORGUNGSANLAGEN

  • Berechnung und Bewertung von Oberschwingungen in Offshore-Windparks; Dr. Steffen Prinz, Dr. Michael Malsch, Mai Linh Pham, P&M Power Consulting GmbH

 

13. Brandenburger Energietag am 15.09.2011 (BTU Cottbus)

Das zentrale Thema beim diesjährigen Energietag auf dem Gelände der Brandenburgisch Technischen Universität (BTU) war die Brandenburger Energiestrategie im Spannungsfeld von Klimaverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Akzeptanz.

"Dieses Motto reflektiert das energiepolitische Zielviereck, das wir in der Energiestrategie 2030 verankern wollen. Ebenso  stellen wir uns der Herausforderung, die Energiestrategie vor dem Hintergrund der in der letzten Zeit gefassten Beschlüsse in der Energiepolitik weiter zu entwickeln“, sagte  Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers zur Eröffnung des Energietages.

Er hob hervor, dass die Braunkohle für den Übergang zur vollständigen Versorgung aus Erneuerbaren Energien eine wichtige Option sei.  „Solange der Strom nicht versorgungssicher und zu international wettbewerbsfähigen Preisen aus Wind, Sonne und Biogas erzeugt werden kann, ist die Braunkohle zur Sicherung der Grundlast notwendig. Nur so wird es gelingen, die Übergangszeit wirtschaftlich, preisstabil und sozial verantwortlich zu gestalten. Die Zukunft der Braunkohleverstromung ist also auch abhängig vom Tempo der Energiewende“, sagte Minister Christoffers. Er kündigte an, dass die Landesregierung die Forschung bei der Entwicklung moderner, effizienter und klimaschonender Kraftwerkstechnik unterstützen werde. Neue Braunkohlekraftwerke könnten nur dann gebaut werden, wenn ihr CO2 Ausstoß drastisch reduziert werden könne. Die Forschung zur stofflichen Verwertung CO2 (CCU) sollte beschleunigt und mit CCS gekoppelt werden.

Minister Christoffers bezifferte den Investitionsbedarf für den Netzausbau im Niederspannungs- und Mittelspannungsbereich mit 134 Mio. Euro bis 2020. Brandenburg werde sich erneut mit einer Bundesratsinitiative für eine gerechte Umlage der Kosten des Ausbaus im 110-kV-Netz stark machen. Ein finanzieller und strukturpolitischer Ausgleich der Nachteile für die vom Netzausbau betroffenen Gemeinden und Bürger soll zur Erhöhung der Akzeptanz beitragen.

Prof. Reinhard Hüttl erläuterte in seinem Beitrag die Empfehlungen der Ethikkommission zur künftigen Energiepolitik der Bundesregierung und die Rolle des Cluster Energietechnik Berlin-Brandenburg für die Bündelung der Kompetenzen in der Hauptstadtregion.

Matthias Petschke, Leiter der Vertretung der EU-Kommission, überbrachte die Grüße von EU-Kommissar Günter Oettinger und verwies auf die laufende Vorbereitung der Energieroadmap 2050, in der die neuen Ziele der europäischen Energiepolitik fixiert werden.

Am Mittag übergab der Minister die Preise an die Gewinner des Malwettbewerbs „Energie der Zukunft“, den die Brandenburgische Energie Technologie Initiative (ETI) im März 2011 für Brandenburger Schüler ausgeschrieben hatte. 333 Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 15 Jahren aus 18 Schulen hatten sich mit bunten und phantasievollen Bildern daran beteiligt.

Die Jury, der u. a. Vertreter der Energie Mark Brandenburg GmbH und des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung angehörten,  hat die jeweils besten Arbeiten ausgewählt. Die Gewinner erhielten attraktive Preise wie z. B. Gutscheine für den Besuch des Extaviums (dem früheren Exploratorium) und des Abenteuerparks Potsdam sowie mehrere Experimentierkästen für erneuerbare Energien.

In den Fachforen am Nachmittag wurden die aktuellen Herausforderungen der Energiebranche in Brandenburg behandelt: Netzintegration erneuerbarer Energien, Beitrag innovativer Gas- und Kohlekraftwerke zu Versorgungssicherheit und Netzstabilität, Speichertechnologien und die gewachsene Rolle dezentraler Systeme der Energieversorgung und des Verbrauchs. Durch alle Foren zog sich die übergreifende Forderung nach Steigerung der Energieeffizienz als wesentliche Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum in Brandenburg.

Mit über 400 Teilnehmern aus wissenschaftlichen Institutionen, Unternehmen der Energiewirtschaft, Kommunen und Verbänden war auch in diesem Jahr eine hohe Beteiligung zu verzeichnen. Gleiches galt für die begleitende Fachausstellung, die von innovativen KMU dominiert wurde.

Programmflyer Energietag 2011

Die Präsentationen des Energietages 2011 zum Herunterladen:

Plenum:

Jochen Hauff, A. T. Kearney GmbH

Forum I  - Netzintegration Erneuerbarer Energien

         René Eggemeyer, Bundesverband WindEnergie e.V.

    Forum II - Inovative Gas- und Kohlekraftwerke

    Forum III - Dezentrale Energieversorungssysteme und Speichertechnologien

    Forum IV - Energieeffizienz

     

     

    12. Brandenburger Energietag am 16.09.2010 (BTU Cottbus)

    Der Brandenburger Energietag 2010 in Cottbus stand unter dem Motto „Brandenburg – Zukunft mit Erneuerbaren Energien“. Mit über 400 angemeldeten Teilnehmern wurde in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung erreicht. Darin widerspiegelt sich das gewachsene Interesse an aktuellen energiepolitischen Themen und speziell an regenerativen Energien.

    In seiner einleitenden Rede betonte der Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, Ralf Christoffers, dass neben der Einsparung von Energie und Steigerung der Energieeffizienz der Ausbau der erneuerbaren Energien die entscheidende Rolle für die Realisierung der anspruchsvollen energie- und klimapolitischen Ziele des Landes spielt. Er unterstrich, dass der Vorrang für erneuerbare Energien Konsequenzen für das Handeln von Politik, Wirtschaft und Verwaltung hat. Zugleich ging er auf die vielfältigen Konfliktpotenziale ein, mit denen neue Energietechnologien bei der Umsetzung in die Praxis konfrontiert sind. Deshalb sei es notwendig, dass eine integrierte Energie- und Klimaschutzstrategie nicht nur auf das traditionelle Zieldreieck von Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit sowie Klima- und Umweltschutz ausgerichtet wird, sondern die gesellschaftliche Akzeptanz als Prämisse von gleichem Rang einschließt. Die Landesregierung werde bei der Fortschreibung der Ziele der Energiestrategie 2020 die Ergebnisse des gesellschaftlichen Dialogs berücksichtigen, eine sorgfältige Abwägung der Chancen und Risiken neuer Energietechnologien sowie eine größtmögliche Transparenz aller Handlungsschritte sichern.

    Die Fachforen am Nachmittag reflektierten die große Bandbreite der technologischen Herausforderungen und gesellschaftlichen Probleme beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Brandenburg.

    Das Forum 1 war der Netzintegration von Strom aus regenerativen Energien gewidmet. Das hohe Wachstumstempo bei der Stromerzeugung aus Windkraft, Photovoltaik und Biomasse ist zunehmend mit der beschränkten Aufnahme- und Transportkapazität der Netze konfrontiert. Der Netzausbau konnte seit Jahren nicht mehr Schritt halten mit der Steigerung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien, in Spitzenzeiten mussten bereits Windenergieanlagen abgeschaltet werden. Das ist nicht nur kontraproduktiv, sondern kann die Gefahr gesellschaftlicher Fehlinvestitionen begünstigen. Deshalb ist die Landesregierung mit der Notwendigkeit konfrontiert, den Ausbau der Übertragungs- und Verteilnetze mit der rasanten Entwicklung der regenerativen Energien zu synchronisieren. Im Forum informierte die BTU Cottbus über die Fortschreibung der Studie zur Netzintegration der erneuerbaren Energien. Bei der Planung und Realisierung des Netzausbaus geht es um Zeiträume von bis zu 15 Jahren und Investitionen von mindestens 850 Millionen Euro, da ist höchste Eile beim Handeln dringendes Gebot!

    Das Forum 2 behandelte zwei Leitprojekte im Verbund von Forschung und Industrie zur Gestaltung nachhaltiger Mobilität in der Hauptstadtregion. Dabei geht es um die Nutzung erneuerbarer Energien für die Entwicklung und Erprobung nachhaltiger Verkehrskonzepte.

    Vorgestellt wurde die Modellregion Elektromobilität Berlin-Potsdam, die sich eine internationale Spitzenstellung als Testfeld für alternative Antriebe und Kraftstoffe erarbeitet hat. Es geht um die Weiterentwicklung und Erprobung von Fahrzeugen auf Basis von elektrischen Antrieben, Wasserstoff und Brennstoffzellen sowie Erdgas inklusive Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur. Präsentiert wurde auch das innovative Leitprojekt e-SolCar, das in der Region Cottbus von der BTU in Kooperation mit Vattenfall und der Firma German E Cars realisiert wird. Komplettiert wurde das Angebot dieses Forums durch mehrere Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, die im Außenbereich präsentiert wurden.

    Im Forum 3 präsentierte sich das Forschungsnetzwerk GeoEn, das die Kompetenzen des Landes Brandenburg in der Geoenergieforschung bündelt. Beteiligt sind dabei die BTU Cottbus, die Universität Potsdam und das Deutsche GeoForschungsZentrum. Kernthemen dieses Verbundvorhabens, das Teil der BMBF-Initiative „Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern“ ist, sind die CCS-Technologie, Shale Gas und Geothermie.

    Das Forum 4 war auf regionales Energiemanagement in Brandenburg fokussiert, präsentiert wurden regionale Initiativen und Konzepte für Energieeffizienz und erneuerbare Energien von der Lausitz über Märkisch-Oderland bis hin zur Prignitz. Die Vertreter der Regionen stellten viele Praxisbeispiele für die energetische Nutzung von Biomasse und anderen Formen der erneuerbaren Energien vor, die wirkungsvoll zur Reduzierung der Treibhausgase beitragen und die regionale Wertschöpfung stimulieren. Informiert wurde auch über das neue Förderprogramm REN plus, das die Finanzierung der Erstellung und Umsetzung regionaler Energie- und Klimaschutzkonzepte anbietet.

    Ein Höhepunkt des Energietages war die Grundsteinlegung für das neue Wasserstoff-Forschungszentrum an der BTU, die von Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, gemeinsam mit Wirtschaftsminister Ralf Christoffers vorgenommen wurde. Der Industriepartner der BTU in dem Verbundprojekt „Erzeugung von Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien“, das auf die Entwicklung eines Hybridkraftwerks zielt, ist die ENERTRAG AG. TOTAL unterstützt das Projekt mit der Stiftung zweier Brennstoffzellen.

    (Dieter Sasse, 28.09.10)

    Flyer mit Programm

    Die ETI wird finanziert aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam.