Lastmanagementsysteme

Lastspitzen im Strombezug sind teuer für das Unternehmen und sollen mittels Lastmanagement vermieden werden. Das Problem liegt meist in einem zufälligen Zusammenfallen von hohen Stromanwendungen im Unternehmen. Man kann versuchen, den Energiebedarf teilweise von Spitzenlast- in Niedriglastzeiten zu verlegen. So können automatische Lastabwurfsysteme in Spitzenlastzeiten nicht produktionswichtige Verbraucher zeitweise vom Netz nehmen (z.B. Klima- oder Belüftungsanlagen). Das Lastmanagement soll also elektrische Spitzenleistung kontrollieren. Mit dem Lastmanagementsystem wird angestrebt, die Lastspitzen und damit den Leistungspreis zu reduzieren. Der Stromverbrauch soll möglichst von der Hochtarifzeit in die Niedertarifzeit gelegt werden, ohne dass der Produktionsablauf beeinträchtigt wird. Dafür gibt es verschiedene Methoden.

Maximumwächter schalten oberhalb einer definierten Leistungsgrenze Verbraucher nach einer Prioritätenliste nach und nach ab. Weil diese Abschaltung bis zur nächsten Leistungsmessung bestehen bleibt, kommen dafür nur regelungsträge Verbraucher in Frage.

Mikroprozessorgesteuerte Energiekontrollsysteme beeinflussen kaum den Produktionsprozess. Aus der Trendrechnung und den Kenndaten der Verbraucher wird eine optimale Regelstrategie errechnet. Außerdem wird der Einschaltzeitpunkt der Verbraucher gesteuert. Wenn zum Beispiel bei Elektrowärmegeräten, wie Glüh- und Härteöfen,  die Aufheizphase in die tarifliche Nachtzeit verschoben wird, können damit Einschaltspitzen vermieden werden. Zum Beispiel werden in Gießereien die Einschmelzperioden der Elektroöfen in lastarme Zeiten verlegt.

Die ETI wird finanziert aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam.