Windkraft

Die installierte Leistung von Windenergieanlagen im Land Brandenburg hat mit rund 4.900 MW im Jahr 2013 (Stand: 30.06.2013) einen neuen Höchststand erreicht – dies bei einer abnehmenden Anzahl neu installierter Anlagen. Grund für diese gegenläufige Entwicklung ist die in den vergangenen Jahren ständig wachsende Leistungskraft moderner Windkraftanlagen.

Brandenburg nimmt damit nach Niedersachsen Platz 2 in der Rangliste der Bundesländer mit der größten installierten Leistung bei Windenergieanlagen ein.

Die Ziele für die Zukunft sind dennoch ehrgeizig. Laut Energiestrategie 2020 sollen Erneuerbare Energien Ende des Jahrzehnts ein Fünftel des Primärenergieverbrauchs decken. Windenergie wird davon die Hälfte übernehmen. Dafür soll ihr Beitrag von 7.200 GWh im Jahr 2009 auf 15.300 GWh im Jahr 2020 steigen.

Gesamte Installierte Leistung, Stand 31.12.2012 Quelle: DEWI GmbH

Bundesland

MW

Niedersachsen

7.337

Brandenburg

4.814

Sachsen-Anhalt

3.810

Schleswig-Holstein

3.571

Nordrhein/Westfalen

3.182

Branche auf Wachstumskurs

Quelle: BWE

Die Windenergie ist eine Branche mit Zukunt, die Arbeitsplätze schafft. Allein bei dem Anlagenhersteller Vestas in Lauchhammer entstanden in den letzen Jahren 450 Arbeitsplätze. Bei dem Windkraftbetreiber und Energieanbieter Enertrag AG mit Sitz in Nechlin bei Prenzlau in der Uckermark arbeiten über 250 Mitarbeiter an Windkraftprojekten in ganz Europa. In dem Werk der Repower AG in Trampe, Barnim, arbeiten ca. 150 Beschäftigte für die Wartung und Montage von Windenergieanlagen des Unternehmens. Hinzu kommen zahlreiche qualifizierte Jobs in Planungsbüros, Serviceunternehmen und Baufirmen.

Neue technische Entwicklungen geben der Branche einen weiteren Schub. In der Uckermark entsteht beispielsweise das weltweit erste Hybridkraftwerk. Dabei wird die durch Windkraft erzeugte Energie mittels Elektrolyse in Wasserstoff gespeichert und kann in windarmen Zeiten bedarfsgerecht in ein Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Stromerzeugung eingespeist werden.

Windenergienutzung - Klimaschutz und kommunale Wertschöpfung verbinden

Für Kommunen, die in die Windkraftnutzung einsteigen wollen, hat die Bosch & Partner GmbH einen Leitfaden entwickelt (August 2012). Der Leitfaden soll Gemeinden verschiedene Wege aufzeigen, wie sie durch den Ausbau der Windenergie neben dem Klimaschutz auch von der Wertschöpfung und der Wirtschaftsstärkung vor Ort profitieren können.

Der Leitfaden erläutert die mit der Windenergienutzung verbundenen Chancen für Gemeinden in Brandenburg und zeigt auf, wie soziale und ökologische Risiken vermieden werden können. Grundlage bildet eine Übersicht über der bei der Planung und Genehmigung zu beachtenden Rechtsgrundlagen.

Sie können den Leitfaden hier herunterladen.

Die ETI wird finanziert aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam.