19.04.2009

envia Netz plant Millioneninvestition in regionalen Netzausbau

Copyright: BMU/B. Hiss

Der Netzbetreiber envia Netz, eine 100-prozentige Tochter des Energieversorgers envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) aus Chemnitz, kündigt an, 2009 rund 262 Millionen Euro in die von ihm betriebenen Stromleitungen und Umspannwerke in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu investieren. Geplant sind nach Unternehmensangaben mehr als 10.000 Maßnahmen im Hoch-, Mittel-, und Niederspannungsnetz. Allein für die Ertüchtigung seiner Stromnetze in der Lausitz will envia Netz in diesem Jahr 36,5 Millionen Euro aufwenden. Hintergrund der Maßnahmen sei die zunehmende Einspeisung von Wind- und Solarstrom ins Netz.

Dazu Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns:

 „Die Ankündigung von erheblichen Investitionen in die Brandenburger Stromnetze ist eine gute Nachricht. Und das in mehrfacher Hinsicht. Zum einen kann nur durch einen deutlichen Ausbau der brandenburgischen Energienetze seitens der Netzbetreiber der angestrebte Zuwachs an Erneuerbaren Energien zuverlässig und effektiv an die Verbrauchsstandorte transportiert werden. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie ‚Netzintegration Erneuerbarer Energien in Brandenburg’, die die Brandenburgische Technische Universität Cottbus im vergangenen Jahr im Auftrag meines Hauses vorgelegt hat (darin wird von notwendigen Investitionen in Höhe von rund 850 Millionen Euro ausgegangen, Anm. d. Red.). Dass sich envia Netz dieser Verantwortung mit umfangreichen Investitionen in sein Lausitzer Netz stellt, begrüße ich ausdrücklich. Erfreulich ist zum anderen die Aussage des Unternehmens, Aufträge überwiegend an regionale Bau- und Montagefirmen vergeben zu wollen. Damit leistet das Unternehmen in der Zeit der Krise einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der heimischen Wirtschaft und trägt dazu bei, dass Arbeitsplätze in der Lausitz gesichert werden können.“

 „Wir wollen bis 2020 den Anteil der Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch von derzeit 6,2 Prozent auf 20 Prozent erhöhen. Dadurch verstärkt sich der Mix aus zentraler und dezentraler Energieerzeugung im Land. Dezentrale Energieerzeugung - bei Erneuerbaren Energien heute überwiegend noch der Fall - stellt die Netze vor neue Herausforderungen. In Teilen erreichen die Netze bereits ihre Kapazitätsgrenzen. Ein Ausbau durch die verantwortlichen Netzbetreiber ist daher unumgänglich“, erklärte Minister Junghanns. Die Kooperation mit den Netzbetreibern in der Netzstudie habe aber bereits gezeigt, „dass sich die Energieversorger darauf auch aktiv einstellen - was envia Netz jetzt mit seiner Millioneninvestition bestätigt“.

 

Quelle: Pressemitteilung Ministerium für Wirtschaft Brandenburg vom 17.04.2009


Von: Buch/Wirtschaftsministerium

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