Landkreis Barnim wird Null-Emissions-Landkreis

Der Kreistag des Landkreises Barnim hat im April 2008 die Umsetzung der Null-Emissions-Strategie per Beschluss verabschiedet. Die Strategie hat zum Ziel, die von der EU vorgegebenen und von der Bundesregierung integrierten Klimaschutzziele nicht nur einzuhalten, sondern bereits vorzeitig zu erreichen. Die Null-Emissions-Strategie ist die regionale Untersetzung der Klimaschutzziele der EU und der Bundesregierung.

Zur Koordinierung, Umsetzung und für das Controlling der landkreisweiten Projekte und Maßnahmen wurde ein Regionalbüro eingerichtet.

Der Landkreis, die Fachhochschule Eberswalde und die Fachhochschule Tier mit dem IfaS Institut werden in Form einer Forschungspartnerschaft die Umsetzung der Null-Emissions-Strategie personell unterstützen. Somit kann die gesamte Fachkompetenz zweier Hochschulen in den komplexen Entwicklungsprozess zur nachhaltigen CO2-Reduktion in die begleitende Beratung des Projektes eingebunden werden.

Die Umsetzung der Null-Emissions-Strategie im Landkreis Barnim konzentriert sich auf vier zentrale Handlungsfelder (Energiegewinnung, Energieeinsparung und Energieeffizienz, Bildung und Forschung, Technologische Know-How Entwicklung und Innovationsförderung) und richtet sich sowohl an Kommunen, also auch Unternehmer und Bürger.

Kontakt

Besucheradresse:
Regionalbüro Barnim
Schicklerstraße 1
16225 Eberswalde

Tel:  03334-498 532
Fax: 03334-498 507
Email: info@erneuerbar.barnim.de
www.erneuerbar.barnim.de

Postadresse:
Landkreis Barnim
Projektteam (Regionalbüro)
Am Markt 1
16225 Eberswalde

Besucheradresse:
Regionalbüro Barnim
Schicklerstraße 1
16225 Eberswalde


Cluster Energie Nordost e.V. (ENO)

Die Initiative setzt die Arbeit der Energie Nord-Ost Brandenburg (ENOB) und des Netzwerkes Erneuerbare Energien fort und wurde im Mai 2007 gegründet.

ENO entwickelt Projekte zum Thema Bioenergie aus Biogas und hat sich insbesondere die Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen der Region, die mit Wertschöpfungsketten im Bereich Erneuerbare Energien befasst sind, zum Ziel gesetzt. Der Verein bietet den Unternehmen Beratung und Informationen, begleitet Geschäftsprojekte und leistet Öffentlichkeitsarbeit.

ENO bemüht sich um Fördermittel für Unternehmen aus Landes- und Bundesmitteln als auch von der EU.

In der ENO sind Landwirte, Planer und Anlagenbauer, Betreiber von Anlagen und Energienetzen sowie Stromhändler, Einrichtungen der Forschung und Entwicklung und die Landkreise Uckermark und Barnim vernetzt.

Die Arbeit der Initiative unterstützt und fördert die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region im Bereich der Erneuerbaren Energien.


Kontakt

Cluster Energie Nordost e.V. (ENO)
Herr Gerd Hampel
Goethestr. 16
16225 Eberswalde

Tel:  03334-389001
Fax: 03334-215
Email: GHSalv@aol.com
www.energie-nord-ost-brandenburg.de
www.salveymuehle.de


Eberswalder Informations Centrum Holz-Energie (E.I.C.H.E. e.V.)

Die Ausstellungsräume des EICHE e.V. in Eberswalde

E.I.C.H.E. e.V. (Eberswalder Informations-Centrum Holz-Energie) ist ein gemeinnütziger Verein und wurde im Jahr 2005 zur Förderung des Umweltschutzes und der Bildung gegründet. Die Verwirklichung dieses Zwecks erfolgt durch Information und Beratung interessierter Bürger über den Einsatz von erneuerbaren Energieträgern unter Berücksichtigung des Umwelt- und Klimaschutzes sowie des Energiespargedankens. „E.I.C.H.E.“ ist auch das lautmalerische Kurzwort für das Informationszentrum des Vereins, mit dem  gegenwärtig eine zentrale Informationsstelle über den Energieträger Holz auf einer Präsentationsfläche von ca.100 m² angeboten wird. Hier werden die vielfältigen Möglichkeiten mit Holz zu heizen, z.B. mit Pellets-, Scheitholz- oder Hackschnitzelheizanlagen, und die entsprechenden Brennstoffe anwenderfreundlich und anschaulich vorgestellt. Durch eine unabhängige, fachkundige Beratung erhält der Besucher Informationen über die am Markt befindlichen Wärmeerzeugungssysteme, deren technischen und wirtschaftlichen Merkmale, die für ihn optimale Lösung und auch über die staatlichen Fördermöglichkeiten. Hersteller von Holzheizungsanlagen, Brennstofflieferanten, Anlagenplaner und Installationsbetriebe haben die Möglichkeit, auf angemieteten Ausstellungsflächen des Informationszentrums ihre Produkte und Leistungen vorzustellen. Das Zentrum ist täglich geöffnet. Unter www.eiche-brbg.de kann man sich laufend über die Tätigkeit des Vereins informieren.


Heimisches Holz als Energieträger

Über 600 Besucher seit Eröffnung des Informationszentrums sind Ausdruck des wachsenden Interesses an der Nutzung von Holz als Energieträger. Die Gespräche mit den Besuchern zeigten aber auch, dass es einen großen Bedarf gibt, sich über alle Möglichkeiten der Nutzung erneuerbarer Energien informieren zu können. Deshalb hat sich E.I.C.H.E. e.V. entschlossen seine Tätigkeit künftig auf das gesamte Spektrum der erneuerbaren Energien auszudehnen und in die geplante Vergrößerung der Ausstellungsfläche mit einzubeziehen. Die Schulung von Installateuren, Schornsteinfegern und Energiewirten in Aus- und Fortbildungsveranstaltungen ist ebenfalls eine Aufgabe, welcher sich das geplante Informationszentrum stellen möchte. Die Schulungen sollen in enger Zusammenarbeit mit dem Wald-Solar-Heim, der Fachhochschule Eberswalde, der Handwerkskammer und den Innungen angeboten werden. Das Informations- und Beratungsangebot von E.I.C.H.E. e.V. steht dem Verbraucher kostenlos zur Verfügung. Beim Verein entstehende Kosten für Personal und den Betrieb des Zentrums werden durch die Vermietung der Ausstellungsfläche an Anbieter von erneuerbarer Energien-Anlagen und Partnerschaftsbeiträge refinanziert.


Pelletheizung mit Speicher bei EICHE e.V.

Die vereinbarte Kooperation im Bereich Erneuerbare Energien mit dem polnischen Bildungszentrum für Erneuerbare Energien der Universität Stettin, macht eine Förderung des Vorhabens durch EU-Mittel möglich. In Planung ist ein deutsch-polnisches Beratungs- und Bildungszentrum für erneuerbare Energien mit Ausstellungen in Ostoja (bei Stettin) und Eberswalde, mit dem Ziel die Nutzung der erneuerbaren Energien in den Regionen Westpommern  und Barnim/Uckermark  in breitem Umfang zu initialisieren.

Um diese Investition realisieren zu können, haben beide Partner einen Gemeinschaftsantrag auf Förderung bei der Pomerania  (INTERREG IV A) gestellt.

Nach einem Besuch in den beiden Zentren werden sich zunehmend mehr Verbraucher entschließen, selbst erneuerbare Energien zu nutzen zumal die meisten Verbraucher in Ostdeutschland nach der Wende in moderne Öl- oder Gasheizungssysteme investiert haben und ein Heizungskessel in der Regel nach ca. 20 Jahren auszutauschen ist. Die sich immer mehr beschleunigende Preisentwicklung bei fossilen Energieträgern wird diese Tendenz noch verstärken. Der Weg zur Nutzung erneuerbarer Energien führt in jedem einzelnen Falle über einen Installationsbetrieb. Deshalb wird sich die Auftrags- und Beschäftigungssituation bei diesen Betrieben stabilisieren und verbessern. Mittelfristig führt die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien zu mehr Beschäftigung und mehr Einkommen in der Region. Geld was bislang zum Einkauf von Energie aus der Region floss verbleibt unter Wertschöpfung im Landkreis.


21.01.08 Rektor Dawidowski und Landrat Ihrke analysieren Pellets bei der EICHE e.V.

Mit dem Beschluss einer Nullemissionsstrategie durch Kreistag zur nachhaltigen Entwicklung des Landreises Barnim wird erstmals in Deutschland der ganzheitliche Ansatz verfolgt, die Nutzung erneuerbarer Energien in einer Region in breitem Umfang zu initialisieren und die Klimaschutzziele des Bundes bis zum Jahr 2020, bereits bis zum Jahr 2011 vorzeitig aus eigener Kraft zu erreichen, sowie bis zum  Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 halbieren und sich zu mehr als 50 % mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien bedarfsgerecht  versorgen.

Das deutsch-polnische Beratungs- und Bildungszentrum für Erneuerbare Energien mit seinen Ausstellungen in Eberswalde und Ostoja wird hierfür die zentrale Beratungs- und Informationsstelle für alle Bürger, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen sein.


Leitidee für die Tätigkeit des Beratungszentrums ist

  • ein schneller und breit angelegter Durchbruch zur Nutzung erneuerbarer Energien kann nur über die uneingeschränkte Nutzbarmachung ihres vielfältigen technologischen Potentials durch eine wachsende Zahl von Trägern in der Gesellschaft erfolgen,
  • Nachhaltigkeit kann nicht global organisiert werden,
  • jede Region trägt  ihre eigene Verantwortung für die Nutzung der vor Ort gegebenen Ressourcen,
  • ohne regionale Promotion und Aktivitäten vor Ort können erneuerbare Energien nicht nachhaltig eingeführt werden.

Das geplante Beratungszentrum dient einerseits der umfassenden Information und Beratung der Besucher die einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten und auf erneuerbare Energien umsteigen wollen. Andererseits will das Bildungszentrum jeden in der Region erreichen und zur Auseinandersetzung mit der unsere Zukunft bestimmenden Frage nach der künftigen Energiebasis anregen.


Das hier konzipierte Bildungszentrum geht einen neuen Weg der Wissensvermittlung

Staatssekretär Schulze vom MLUV mit der UNI und EICHE bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages

Von der globalen Perspektive in mehreren Schritten zu den persönlichen Handlungsspielräumen! Unter Vermeidung von Betroffenheitssymbolik wird das Problem des globalen Energiehungers und des damit einhergehenden Klimawandels dargestellt. Im weiteren Schritt werden dem Besucher Lösungsmöglichkeiten in seinem Alltag aufgezeigt. Focus dieser Lösungsmöglichkeiten liegt auf dem Potential, welches Biomasse, Sonne, Wind als erneuerbare Energien bzw. als nachwachsende Rohstoffe bieten. Bei der Vermittlung der Inhalte sollen alle unterschiedlichen Ziel- und Altersgruppen angesprochen werden. Ausführliche Text und Grafiktafeln werden nur dort installiert, wo sie unbedingt zum Verständnis der Inhalte notwendig sind. Der Anteil von szenografischen (raumbildenden) Elementen, medialen, theatralen und interaktiven Anteilen innerhalb der Ausstellung soll hoch sein. Das Bildungszentrum wird nicht nur informieren sondern auch unterhalten, und folgt der pädagogischen Ausrichtung eines Edutainment Angebots.

Das Gebäude selbst, welches das Beratungs- und Bildungszentrum aufnimmt, soll höchsten Ansprüchen an die Energieeffizienz genügen und wird einen Primärenergiebedarf von unter 78 kWh/m²/a haben. Ein in enger Kooperation mit der Fachhochschule Eberswalde durchgeführtes permanentes Monitoring des Energieverbrauchs, gestützt auf zahlreiche Messpunkte am Gebäude, wird veranschaulichen, dass die wichtigste Energieressource die Einsparung von Energie ist.

Damit soll die Information der Bürger über die Möglichkeiten erneuerbarer Energien selbst zu nutzen, im Barnim eine völlig neue Qualität und Dimension erreichen. Eine Qualität, die in Deutschland bislang kein Beispiel hat. Der beschriebene ganzheitliche Ansatz die Nutzung der erneuerbaren Energien in eine ganze Region zu implementieren, wird nicht nur die Verbraucher der benachbarten Landkreise in ihrem künftigen Energieverhalten beeinflussen, sondern wird auch auf die unmittelbar benachbarte Hauptstadtregion ausstrahlen.


Kontakt

Eberswalder Informations-Centrum Holz- Energie (E.I.C.H.E. e.V.)
Herr Jens Lemme
Brunnenstraße 26
16225 Eberswalde
Tel:  03334-382-355
Fax: 03334-382-357