Im März 2020 wurden in Ostbrandenburg die Energieeffizienz-Netzwerke (EEN) „Gewerbe & Industrie“ und „Bioökonomie und Bioenergie“ gegründet, welche bereits bei der Deutschen Energieagentur (dena) erfolgreich angemeldet werden konnten. Netzwerkträger ist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostbrandenburg.

Ein Energieeffizienz-Netzwerk ist eine Gruppe von gleichgesinnten Unternehmen, die den Gedanken haben, Energie einzusparen und somit ihre Kosten zu senken. Das Netzwerk bietet ihnen die Möglichkeit, sich zu einem systematischen und unbürokratischen Erfahrungsaustausch zusammenzufinden. Die teilnehmenden Unternehmen haben die gleichen Ziele, nämlich Energiesparprojekte zu identifizieren, zu initiieren und anschließend umzusetzen. Im Energieeffizienz-Netzwerk können sie sich fachlich austauschen und werden dabei von einem Energiefachberater unterstützt.

Im EEN „Gewerbe & Industrie“ haben sich 5 Unternehmen zusammengeschlossen: Stadtwerke Strausberg GmbH, Möbelfolien GmbH Biesenthal, Rhenus Home Delivery GmbH, Licht – Wert – Konzept und GeoClimaDesign AG. Gemeinsames Ziel ist es, im eigenen Unternehmen Energie einzusparen und somit zum Klimaschutz beizutragen, gleichzeitig aber auch ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die Unternehmen erwarten von der Mitwirkung im Netzwerk neue Inspirationen für ihre Energieeinsparprojekte, sind aber auch interessiert daran zu sehen, was in anderen Industriebereichen in Sachen Energieeffizienzsteigerung unternommen wird und  wie man geeignete Maßnahmen dafür fördern kann. Das Netzwerk wird durch Herrn Clemens Grytz, Energieberater und Mitglied im IHK-Energieausschuss, moderiert. Für weitere interessierte Unternehmen besteht noch die Möglichkeit, an dem branchenübergreifenden Netzwerk teilzunehmen.  

Im EEN „Bioökonomie und Bioenergie“ sind  7 Unternehmen aktiv: Hemme Milch GmbH & Co. KG, Lwb Auenland GbR Theodor Aue, Bioenergie Schlieben GmbH, Bioenergie Wolters GmbH, Naturenergie Schulze GmbH & Co. KG, Bioenergie Gebrüder Korrmann GbR, Biogas GmbH Giesensdorf. Gemeinsames Ziel dieser Unternehmen ist die Energieeinsparung im Landwirtschaftssektor. Die beteiligten Biogasanlagebetreiber haben teilweise bereits einige Energieeffizienz-Maßnahmen vorgenommen und arbeiten an weiteren innovativen Lösungen, wie z. B. die eigene Nutzung von Biogastreibstoff für die Auslieferung ihrer landwirtschaftlichen Produkte. Dafür benötigen sie jedoch eine entsprechende Förderung. Einige Aktuere weisen auf eine unzureichende RENplus-Förderung und komplizierte Antragstellung hin. Des Weiteren bereiten lang andauernde Genehmigungsverfahren in Bezug auf das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) den Betreibern viele Schwierigkeiten. Für diese Herausforderungen wünschen sie sich im Rahmen der Netzwerkarbeit Unterstützung und Hinweise. Das branchenspezifische Netzwerk wird von Herrn Gerd Hampel als Sachverständigem für Energieeffizienz in der Landwirtschaft und Mitglied im IHK-Energieausschuss moderiert.

Zurzeit sind weitere Netzwerktreffen in Vorbereitung.