4. Wasserkongress

01.07.2026

(Berlin-Brandenburg-Sachsen)

4. Länderübergreifender Wasserkongress in Dresden

Wasser als Zukunfts- und Standortfaktor 

Am 1. Juli 2026 kamen in Dresden ca. 270 Teilnehmer*innen aus Wirtschaft, Wasserwirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft zum 4. Länderübergreifenden Wasserkongress Berlin-Brandenburg-Sachsen zusammen. Im Mittelpunkt stand eine Frage, die für die Zukunft unserer Regionen zunehmend an Bedeutung gewinnt: 

Wie kann eine bezahlbare, qualitativ hochwertige und langfristig sichere Wasserversorgung gewährleistet werden?
Die Veranstaltung machte deutlich, dass Wasser längst nicht mehr ausschließlich ein Umweltthema ist. Klimawandel, sinkende Wasserverfügbarkeiten, zunehmende Nutzungskonflikte sowie neue Industrieansiedlungen stellen die Wasserwirtschaft vor immer größere Herausforderungen. Gleichzeitig wächst der Investitionsbedarf in die Infrastruktur und die Anforderungen an eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung steigen kontinuierlich.u

In Vorträgen, 5 Fachforen und Diskussionsrunden wurde intensiv über die zukünftige Ausrichtung der Wasserwirtschaft debattiert. Dabei wurde deutlich, dass die Verfügbarkeit von Wasser zunehmend zu einem entscheidenden Standortfaktor für Unternehmen wird. Wasser muss künftig frühzeitig in Planungs- und Ansiedlungsprozesse einbezogen werden, damit die wirtschaftliche Entwicklung der Region langfristig gesichert werden kann. 

Weitere zentrale Themen waren die Beschleunigung von Genehmigungs- und Planungsverfahren, die Entwicklung von Niedrigwasserkonzepten, der Ausbau von Speicher- und Rückhaltemaßnahmen sowie die stärkere Mehrfachnutzung von Wasser. Zudem wurden die Herausforderungen durch die Umsetzung neuer europäischer Vorgaben, insbesondere der Kommunalabwasserrichtlinie, sowie die damit verbundenen Investitionsbedarfe für die Wasserinfrastruktur diskutiert. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft, Wasserverbänden, Kommunen und Wissenschaft. Da Wasser keine Landesgrenzen kennt, wurden länderübergreifende Lösungen als wichtiger Schlüssel für eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft identifiziert.


5. Fachforum zum Wasserkongress

Aquathermie

Aktuelle Entwicklungen im Bereich Wasserkraft in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern und in Berlin-Brandenburg 

Die Brandenburgische Energie Technologie Initiative (ETI) war ebenfalls vor Ort vertreten und nutzte die Veranstaltung für den fachlichen Austausch mit Akteuren aus den Bereichen Wasserwirtschaft, Energie und Klimaschutz und unterstützen das 5. Fachforum. 

In Zusammenarbeit mit dem Wasserkraftverband Mitteldeutschland e.V.

Fachforum 5
Fachforum 5

Fachimpulse




Martin RichterPräsident des Wasserkraftverbandes MitteldeutschlandErste Erfahrungen aus dem Netzwerk Aquathermie – Partner der kommunalen Wärmeplanung
Dr. Helge BeyerBundesverband Deutscher Wasserkraftwerke e. V.Wasserkraft stärkt Energiesicherheit – Resilienz braucht regionale und dezentrale Lösungen
Felix UthoffBundesverband Wärmepumpe (BWP) e. V.Wärmepumpe und Aquathermie - Starke Partner
Lucas WolfSteinhof Energieanlagen GmbHWie kommt die Wärme vom Fluss zum Verbraucher? Aquathermie und Wasserkraft - Auslegung eines Nahwärmenetzes
Carsten Lindner & Dennis WagnerWassermann Green GmbHThermoGenius

Der Kongress zeigte eindrucksvoll, dass die Herausforderungen bekannt sind – nun gilt es, Innovationen voranzutreiben, pragmatische Lösungen umzusetzen und die notwendigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Fazit: Wasser ist heute weit mehr als eine natürliche Ressource. Es ist ein entscheidender Faktor für Klimaanpassung, wirtschaftliche Entwicklung, industrielle Transformation und die Zukunftsfähigkeit unserer Regionen.

Im nächsten Jahr findet der Wasserkongress in Potsdam statt.


 
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