31.08.2018

Stromnetz: dena-Initiative für Flexibilitätstechnologien

Handlungsbedarf in aktueller Legislaturperiode / SINTEG-Projekte brauchen Planungssicherheit über 2022 hinaus

 

 

Gemeinsam mit Partnern aus der Netz- und Energiewirtschaft hat die Deutsche Energie-Agentur (dena) die Initiative für Netzflexibilität ins Leben gerufen. Die Mitglieder der Initiative setzen sich für eine Überarbeitung der Rahmenbedingungen für Flexibilitätstechnologien ein. Dabei handelt es sich um Technologien, die im Energiesystem Strom speichern oder Erzeugung und Verbrauch aufeinander abstimmen, zum Beispiel Demand Side Management, also die gezielte Steuerung der Stromnachfrage, oder Power-to-Heat, also die Umwandlung von Strom zu Wärme.

 

Die Initiative für Netzflexibilität wird konkrete Maßnahmen für die Umsetzung der im Koalitionsvertrag der Bundesregierung definierten Ziele vorschlagen. Dieser sieht vor, mit neuen Technologien, verstärkter Digitalisierung und intelligenten Abwicklungsprozessen eine höhere Auslastung der aktuellen Netze zu erreichen. Bis zum Ende dieser Legislaturperiode soll so der gesetzliche Rahmen geschaffen werden, um die in Pilotprojekten wie den „Schaufenstern intelligente Energie“ (SINTEG) erprobten Technologien und Mechanismen flächendeckend zum Einsatz zu bringen.

 

Regulatorische Hürden abbauen

 

Flexibilitätstechnologien werden immer wichtiger, um das deutsche Stromnetz stabil zu halten. Sie tragen dazu bei, Schwankungen auszugleichen, die durch die Einspeisung erneuerbarer Energien oder durch Netzengpässe entstehen. Damit diese Technologien effizient eingesetzt werden können, müssen regulatorische Hürden abgebaut werden.

 

Ein wesentlicher Punkt hierbei ist die Weiterentwicklung der Netzentgeltsystematik: Das Erbringen von Regelleistung kann zum Beispiel in bestimmten Situationen zu höheren Netzentgeltkosten für die betreffenden Unternehmen führen, obwohl das lokale Stromnetz dadurch nicht überlastet würde. Auch verschiedene im Strompreis enthaltene Umlagen verhindern häufig den wirtschaftlichen Einsatz von Strom in anderen Sektoren und somit eine Nutzung der Flexibilitätstechnologien im Sinne einer integrierten Energiewende.

 

Partner der Initiative für Netzflexibilität

 

In der Initiative für Netzflexibilität engagieren sich neben der dena die wichtigen Akteure der Netz- und Energiewirtschaft. Dazu gehören die Amprion GmbH, Creos Deutschland Stromnetz GmbH, egrid applications & consulting GmbH, EnergieNetz Mitte GmbH, EPEX Spot SE, EWE Netz GmbH, Mainova AG, Netz Leipzig GmbH, NODES AS, TenneT TSO GmbH, TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG, Thüga AG, Trianel GmbH, TRIMET Aluminium SE, Vattenfall Europe Innovation GmbH, WEMAG Netz GmbH und Westfalen Weser Netz GmbH.

 

Unternehmen, die sich an der Initiative beteiligen möchten, können sich bei der dena melden (per E-Mail unter mischinger@dena.de).

 

 

 

Weiterführende Informationen:

Mehr Informationen zur Initiative für Netzflexibilität

 


Von: © Deutsche Energie-Agentur (dena)

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