Gemeinsam 280.000 Megawattstunden einsparen, die jährlichen Energiekosten um 500.000 Euro reduzieren oder den CO2-Ausstoß um 47.000 Tonnen pro Jahr senken. Das sind Ziele, die viele Unternehmen gern erreichen würden. Gleichzeitig sind das die konkreten Arbeitsergebnisse von drei Energieeffizienz-Netzwerken in Deutschland. Sie sind Teil der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke und werden gemeinsam mit neun weiteren Netzwerken in der Broschüre „Gemeinsam erfolgreicher“ vorgestellt. Dabei kommen Netzwerkträger, -moderatoren und Teilnehmer zu Wort, die von ihren Erfahrungen berichten, Zahlen präsentieren und dazu anregen wollen, über eine eigene Netzwerk-Beteiligung nachzudenken.

Broschüre: Erfolgsgeschichten 2020 Inintiative Energieeffizienznetzwerke (PDF-Datei 3.809 KB)

IEEN_BR_Erfolgsgeschichten_2020_WEB_DS

Am 27. Mai 2020 von 14:00-16:30 Uhr findet im Rahmen der „Berliner Energietage 2020 – Digitaler Sommer der Energiewende“ ein Webinar Quartierspeicher für die Energiewende: Praxisbeispiele und Rahmenbedingungen statt.

Stromspeicher in der Stadt können sowohl den Eigenverbrauch von erneuerbarem Strom vor Ort erhöhen, als auch Dienstleistungen für das Energiesystem und das lokale Stromnetz erbringen. Im Rahmen des Webinars wird anhand von Praxisbeispielen gezeigt, wie das gelingen kann. Auch die Wirtschaftlichkeit von verschiedenen Geschäftsmodellen wird ein Thema sein. Man bekommt einen Einblick in die Handlungsspielräume von Kommunen und erhält einen Überblick zum rechtlichen Rahmen.

►    Erfahren Sie, wie gute Praxisbeispiele aussehen und was Bewohner/innen und Prosumer zur Nutzung von Quartierspeichern sagen.

►    Lernen Sie, welche Einsatzmöglichkeiten Quartierspeicher haben und wo die rechtlichen Handlungsspielräume liegen.

►    Diskutieren Sie mit den Referent/innen über Potenziale und Herausforderungen des Einsatzes von Quartierspeichern.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten mit Fokus auf energiewirtschaftliche Akteure, Quartiersentwickler/innen und Vertreter/innen aus Kommunen. Die Teilnahme ist kostenlos. Sie hören Beiträge aus Forschung, Wirtschaft, Praxis und vom Wirtschaftsministerium.

Das Webinar ist die Abschlussveranstaltung des Projekts Esquire, das die letzten drei Jahre Einsatzmöglichkeiten von Quartierspeichern mit Förderung durch das Bundesforschungsministerium erforscht hat. Im Projekt wurden Quartierskonzepte unter Einsatz von Speichern und in Kombination mit Solaranlagen, Wärmepumpen und Elektromobilität praktisch erprobt und die ökonomischen Auswirkungen eines Mehrfachnutzens des Speichers analysiert.

Teilnahme am Webinar:

Zur Teilnahme an dem Webinar melden Sie sich bitte unter folgendem Link an:

https://www.energietage.de/details/veranstaltung/energietage-2020-veranstaltung-410-quartierspeicher-praxisbeispiele.html
Termin:            27. Mai 2020

Uhrzeit:            14:00 Uhr – 16:30 Uhr

Programm:      Informationen zum Programm des Digitalen Energiesommers 2020 finden Sie hier.

Hinweise zu den Systemanforderungen: https://support.logmeininc.com/de/gotowebinar/help/system-requirements-for-attendees-g2w010003?c_prod=g2w&c_name=iph#Classic

Fragen und Anmerkungen können Sie über tagung@ioew.de mitteilen.

Am 11.05.2020 kamen die Mitglieder des Netzwerkes bei Rhenus Home Delivery GmbH in Hoppegarten zum Austausch über Energieeffizienz zusammen. Inzwischen haben sich vier neue Unternehmen entschlossen, dem im März neu gegründeten Netzwerk beizutreten. Darunter waren: GeoClimaDesign AG, Feinschmecker Hefekloß GmbH, Licht – Wert – Konzept UG, Bach Resistor Ceramics GmbH. Sie wurden als neue Mitglieder aufgenommen. Ziel von allen ist die Energie einzusparen und somit zum Klimaschutz beizutragen.

Das Leitthema des Treffens war die Abwärmenutzung in der Industrie und im Handwerk. In dem Zusammenhang wurden von einem externen Gastredner moderne Technologien im Bereich Wärmerückgewinnung mit innovativen Kanaleinbauventilatoren und deren Ausrüstung vorstellt, die international bereits eingesetzt werden. Dieses Thema stieß bei den Teilnehmern auf ein reges Interesse, da einige von ihnen bereits eigene Projekte planen bzw. entwickeln möchten. Eine erste Auswertung von Energiedaten rundete das Treffen ab.

Zum Abschluss bekamen die Netzwerkteilnehmer die offiziellen Urkunden als Teilnahmebestätigung am Netzwerk. Sie dürfen ab jetzt auch das offizielle Logo der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke nutzen.

Im Rahmen des Klimapakets der Bundesregierung wurde das “Gesetz über einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen” / Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) mit einer CO2-Bepreisung für fossile Brennstoffe wie Erdgas, Benzin, Diesel und Heizöl beschlossen.
Jedes Unternehmen, welches diese Brennstoffe einsetzt wird ab 2021 mit einer Preissteigerung von 25 Euro je Tonne CO2 betroffen sein. Dieser Preis wird bis 2025 jährlich erhöht. Danach setzt ein nationaler Emissionshandel mit einem Preiskorridor von 55-65 Euro pro Tonne CO2 ein.
Überblick über die Preiseffekte der CO2-Bepreisung auf Hauptbrennstoffe
Energieträger
2021
2022
2023
2024
2025
Mindestpreis
2026
Höchstpreis
2026
CO2-Preis in
Euro pro Tonne
25
30
35
45
55
Korridor
55-65
Heizöl (leicht) in ct/l
6,5
7,7
9,0
11,6
14,2
16,8
Erdgas in in ct/kWh
0,5
0,6
0,7
0,9
1,1
1,3
Diesel in in ct/l
6,5
7,7
9,0
11,6
14,2
16,8
Benzin in in ct/l
5,6
6,7
7,8
10,1
12,3
14,5
Nicht jedes Unternehmen muss die entsprechenden Zertifikate erwerben, jedoch werden diese auf die Energiepreise umgelegt. Eine Doppelbesteuerung zum EU-ETS-Verfahren soll ausgeschlossen werden und mögliche Kompensation sollen in Härtefällen wirken. Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung sollen teilweise in die Finanzierung der EEG-Umlage fließen und so den Strompreis senken. Eine gesetzliche Regelung dazu gibt es aber noch nicht.
Wie sich Energiekosten Ihres Unternehmens auswirken, können Sie mit dem neuen CO2-Preisrechner der IHK-Organisation abschätzen. Sie finden den Rechner unter

Im März 2020 wurden in Ostbrandenburg die Energieeffizienz-Netzwerke (EEN) „Gewerbe & Industrie“ und „Bioökonomie und Bioenergie“ gegründet, welche bereits bei der Deutschen Energieagentur (dena) erfolgreich angemeldet werden konnten. Netzwerkträger ist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostbrandenburg.

Ein Energieeffizienz-Netzwerk ist eine Gruppe von gleichgesinnten Unternehmen, die den Gedanken haben, Energie einzusparen und somit ihre Kosten zu senken. Das Netzwerk bietet ihnen die Möglichkeit, sich zu einem systematischen und unbürokratischen Erfahrungsaustausch zusammenzufinden. Die teilnehmenden Unternehmen haben die gleichen Ziele, nämlich Energiesparprojekte zu identifizieren, zu initiieren und anschließend umzusetzen. Im Energieeffizienz-Netzwerk können sie sich fachlich austauschen und werden dabei von einem Energiefachberater unterstützt.

Im EEN „Gewerbe & Industrie“ haben sich 5 Unternehmen zusammengeschlossen: Stadtwerke Strausberg GmbH, Möbelfolien GmbH Biesenthal, Rhenus Home Delivery GmbH, Licht – Wert – Konzept und GeoClimaDesign AG. Gemeinsames Ziel ist es, im eigenen Unternehmen Energie einzusparen und somit zum Klimaschutz beizutragen, gleichzeitig aber auch ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die Unternehmen erwarten von der Mitwirkung im Netzwerk neue Inspirationen für ihre Energieeinsparprojekte, sind aber auch interessiert daran zu sehen, was in anderen Industriebereichen in Sachen Energieeffizienzsteigerung unternommen wird und  wie man geeignete Maßnahmen dafür fördern kann. Das Netzwerk wird durch Herrn Clemens Grytz, Energieberater und Mitglied im IHK-Energieausschuss, moderiert. Für weitere interessierte Unternehmen besteht noch die Möglichkeit, an dem branchenübergreifenden Netzwerk teilzunehmen.  

Im EEN „Bioökonomie und Bioenergie“ sind  7 Unternehmen aktiv: Hemme Milch GmbH & Co. KG, Lwb Auenland GbR Theodor Aue, Bioenergie Schlieben GmbH, Bioenergie Wolters GmbH, Naturenergie Schulze GmbH & Co. KG, Bioenergie Gebrüder Korrmann GbR, Biogas GmbH Giesensdorf. Gemeinsames Ziel dieser Unternehmen ist die Energieeinsparung im Landwirtschaftssektor. Die beteiligten Biogasanlagebetreiber haben teilweise bereits einige Energieeffizienz-Maßnahmen vorgenommen und arbeiten an weiteren innovativen Lösungen, wie z. B. die eigene Nutzung von Biogastreibstoff für die Auslieferung ihrer landwirtschaftlichen Produkte. Dafür benötigen sie jedoch eine entsprechende Förderung. Einige Aktuere weisen auf eine unzureichende RENplus-Förderung und komplizierte Antragstellung hin. Des Weiteren bereiten lang andauernde Genehmigungsverfahren in Bezug auf das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) den Betreibern viele Schwierigkeiten. Für diese Herausforderungen wünschen sie sich im Rahmen der Netzwerkarbeit Unterstützung und Hinweise. Das branchenspezifische Netzwerk wird von Herrn Gerd Hampel als Sachverständigem für Energieeffizienz in der Landwirtschaft und Mitglied im IHK-Energieausschuss moderiert.

Zurzeit sind weitere Netzwerktreffen in Vorbereitung.

 

Die insgesamt 18 Mitglieder der beiden Energieeffizienz-Netzwerke Bad Belzig und Brandenburg an der Havel haben sich für das Jahr 2020 zum Ziel gesetzt, zusammen über 1 500 000 kWh an Strom und Wärme einzusparen. Erste Projekte sind bereits realisiert worden. Damit leisten die Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele der Bundesrepublik Deutschland. Um die Unternehmen für ihr Engagement entsprechend zu würdigen, erhielten sie eine Urkunde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und vom Bundesumweltministerium. Die Urkunden wurden den Unternehmen im Februar 2020 durch Herrn Stein, 1. Beigeordneten des Landkreises Potsdam-Mittelmark überreicht.

Ein zentrales Element der Energieeffizienz-Netzwerke ist ein fachlich moderierter Austausch zwischen den Mitgliedern. So gewinnen die Unternehmen ein Know-how, mit dem sie ihre Energieeffizienz steigern können. Die IHK Potsdam ist Träger dieser Netzwerke.

Entwicklung des Primärenergieverbrauch bis 2050

Das Wirtschaftsministerium des Bundes hat am 12.11.2019 den Entwurf für eine Energieeffizienzstrategie 2050 vorgelegt. In der Strategie wird das Einsparziel für 2030, 28 Prozent weniger Energieverbrauch gegenüber 2008, festgelegt. Zusätzlich notwendige Effizienzmaßnahmen werden im neuen Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE 2.0) gebündelt. Die Maßnahmen sind bereits weitgehend im Klimaschutzprogramm beschlossen.

Am 20.12.2019 soll die Energieeffizienzstrategie beschlossen werden.

Ab April 2020 beginnt ein dialogorientiertes Beteiligungsformat an dem sich jeder beteiligen kann.

Download (PDF 1,6 MB) Energieeffizeinzstrategie 2050 Entwurf vom 06.11.2019 BMWi

Download (PDF 200 kB) 18 ergänzende Maßnahmen EffSTRA

Unternehmen, die gern mehr zum Klimaschutz durch eine effizientere Nutzung von Energie beitragen wollen, sind herzlich zu unserer Auftaktveranstaltung am 15. Januar 2020 im STIC in Straußberg (Garzauer Chaussee 1, Raum Seelow) eingeladen.

Danach trefen sich die 5-8 Unternehmensvertreter in weiteren Runden, um konkrete Maßnahmen zu besprechen, Erfahrungen auszutauschen und neue Energieeinspartechnik kennenzulernen.

Betreut werden die Netzwerktreffen von 2-3 Energieberater aus der Region Ostbrandenburg.

Wenn Sie eine Einladung erhalten möchten, wenden Sie sich bitte per Email an jeremicz@ihk-ostbrandenburg.de.

 

AkoTec-MEGA-Solarkollektor

Das Unternehmen AkoTec aus Angermünde produziert schon seit 2008 Solarwärmekollektoren. Nun wurde ein Großkollektors entwickelt der speziell für  Nah- und Fernwärmenetze konzipiert ist. Die solare Einspeisung in Wärmenetze trägt zur Erhöhung des Enerneuerbaren Energien Anteils und zum Klimaschutz bei.

Internetlink: www.akotec.eu

 

Video